Eckdaten:

Durchmesser:

1.392.684 km

Gewicht:

332.946 Erdenmassen

Mittlere Entfernung zur Erde:

149.600.000 km

Ein Sonnentag dauert:

25 Tage

Mittlere Dichte:

1.408 kg/m³

Fallbeschleunigung:

274 m/s²

Oberflächentemperatur:

5.500 °C

Fluchtgeschwindigkeit:

617,6 km/s

Neigung der Rotationsachse:

7,25 °

Zusammensetzung:

92 % Wasserstoff, 7,8 % Helium, 0,2 % weitere Elemente

Anzahl Planeten:

8

Anzahl Zwergplaneten:

5

 

Die Sonne ist der am nächsten gelegene Stern. Sie ist uns so nah, dass sie am Tag alle anderen Sterne am Himmel überstrahlt.

Man sollte nie direkt in die Sonne schauen. Das ist gefährlich und kann bis zur Erblindung führen.

Die Sonne bildet das Zentrum unseres Planetensystems und ihr gravitativer Einfluss reicht knapp ein Lichtjahr weit bis zur Grenze der Oortschen Wolke. Er ist es auch der alle Planeten, Zwergplaneten, Asteroiden und Raumfahrzeuge auf ihren Umlaufbahnen hält. Die Sonne ist ein gelber Zwergstern der Spektralklasse G2 V. Sie ist zusammen mit den sie begleitenden Planeten vor etwa 4,57 Milliarden Jahren aus einer kollabierenden Gas- und Staubwolke entstanden.

Die Sonne vereint heute fast die gesamte Masse des Planetensystems auf sich. Sie ist mit dem etwa 100-fachen Durchmesser der Erde auch der bei weitem größte Himmelskörper in unserer Umgebung. Die Sonne besteht hauptsächlich aus den Elementen Wasserstoff und Helium. Dazu gesellen sich noch Spuren von weiteren Elementen. Die Sonne betreibt seit ihrer Entstehung durch ihre enorme Masse in ihrem Inneren Kernfusion. Dabei werden Wasserstoffatome unter starkem Druck und hoher Temperatur zu Heliumatomen verschmolzen. Bei diesem Prozess wird neben Wärme auch Strahlungsenergie freigesetzt. Diese Strahlung benötigt etwa 100.000 Jahre bis sie an die Oberfläche der Sonne gelangt. Für die anschließende Reise bis zur Erde vergehen dann nur noch acht Minuten.

Die Sonne durchlebt einen 11-jährigen Zyklus schwankender Aktivität. Bei starker Aktivität sorgen chaotische Magnetfelder dafür, dass Teile der Korona – der äußeren Gashülle – von der Sonne weggeschleudert werden. Diese Teilchen können Satelliten schwer beschädigen. Doch wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt, kann man für wenige Minuten die Sonnenkorona - die äußere Gashülle - sehen. Die Sonne befindet sich gerade in der Mitte ihres Lebens. Sie wird noch weitere 4,5 Milliarden Jahre leuchten.

Die Sonne ist wohl der erste Himmelskörper, der von Lebewesen wahrgenommen wurde. Selbst einfache Lebensformen orientieren sich am Sonnenauf- und -untergang.

Lange Zeit betrachtete der Mensch den Tag mit der Sonne und die Nacht mit dem Mond und den Sternen als Gegensatz. Astronomische Beobachtungen über Generationen hinweg führten aber zur Erkenntnis, dass die Sonne ebenso ein Stern ist, wie die Sterne am Nachthimmel.

Um 1200 vor Christus wurde die erste Sonnenfinsternis schriftlich festgehalten.

Um 200 vor Christus versuchte der griechische Mathematiker und Astronom Aristarchos von Samos die Entfernung zur Sonne und zum Mond zu berechnen.

Sonnenflecken wurden seit Christi Geburt immer wieder von Astronomen erwähnt und interpretiert.

1610 erforschte Galileo Galilei zum ersten Mal die Sonne mit einem Teleskop.

1802 konnte William Hyde Wollaston erstmals Absorptionslinien im Licht-Spektrum der Sonne nachweisen.

Mit der Relativitäts-Theorie von Albert Einstein konnte das Leuchten und das Alter der Sonne erklärt werden.