Eckdaten:
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Durchmesser: |
49.244 km |
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Mittlere Entfernung zur Sonne: |
4.495.000.000 km |
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Eine Masse von 1 kg wiegt auf Neptun: |
1.400 g |
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Ein Neptun-Jahr dauert: |
164 Jahre 288 Tage |
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Ein Neptun-Tag dauert: |
15 Stunden 58 Minuten |
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Oberflächentemperatur: |
-201 °C |
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Geschwindigkeit auf der Umlaufbahn: |
5,43 km/s |
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Bahnneigung gegen die Ekliptik: |
1,7692 ° |
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Exzentrizität der Umlaufbahn: |
0,0113 |
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Gewicht: |
17 Erdenmassen |
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Mittlere Dichte: |
1.638 kg/m³ |
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Fallbeschleunigung: |
11,15 m/s² |
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Fluchtgeschwindigkeit: |
23,5 km/s |
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Neigung der Rotationsachse: |
28,32 ° |
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Anzahl Monde: |
14 |
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Anzahl Ringe: |
7 |
Die Geschichte der Entdeckung des Neptuns begann mit der Entdeckung des Uranus. Nachdem genügend Beobachtungsdaten für die Berechnung der Bahn des Uranus zusammengetragen worden waren, ergab sich ein Problem. Die errechnete Bahn wich von der beobachteten Bahn deutlich ab. Eine mögliche Erklärung für diese Abweichung war, dass Uranus auf seiner Bahn von einem weiteren schweren Himmelskörper abgelenkt wird. Mitte des 19. Jahrhunderts sagten die beiden Mathematiker und Astronomen John Couch Adams und Urbian Le Verrier unabhängig voneinander voraus, wo der vermutete achte Planet sich befinden müsste. Zunächst schlug ihnen jedoch die Skepsis der Astronomischen Welt für diese Vorhersage entgegen, aber 1846 fanden Johann Gottfried Galle und Heinrich d’Arrest den Planeten. Er befand sich ganz in der Nähe des vorausberechneten Ortes. Anders als bei Uranus wurde dieser Planet sehr schnell nach dem römischen Gott des Meeres, der Fließgewässer und der Erdbeben – Neptun – benannt.
Neptun ist damit der zweite Planet, der in der Neuzeit entdeckt wurde. Er ist mit der 30-fachen Entfernung der Erde von der Sonne so weit entfernt, dass ihn 900-mal weniger Licht pro Fläche erreicht als die Erde. Er kann nicht mit freiem Auge gesehen werden. Um ihn zu finden, benötigt man einen guten Feldstecher oder ein Fernrohr und eine Sternenkarte mit seiner Position. Nachdem man seine Bahn berechnet hatte, konnte man ihn lange Zeit nur durch erdgebundene Fernrohre beobachten. Erst der Vorbeiflug von Voyager 2 brachte 1989 neue Erkenntnisse.
Neptun gehört wie Uranus zu den Eisriesen. Diese Planeten sind ähnlich groß wie Gasriesen, sie bestehen aber nicht nur aus Gasen, sondern weisen hohe Anteile von Wassereis, Ammoniak und anderen Verbindungen auf. Neptun hat einen geschichteten Aufbau und weist von allen Gasplaneten den größten Gesteinskern auf. Über seinem Kern schließt sich eine Schicht aus flüssigen Wasserstoffverbindungen, Sauerstoff und Stickstoff an, auf die wiederum eine Schicht aus flüssigem Wasserstoff mit Spuren von Helium und Methan folgt. Seine Atmosphäre besteht zu 80 % aus Wasserstoff, 19 % Helium und Spuren von Methan und Ethan. Seine blaugrüne Färbung ist dunkler als bei Uranus, was wohl auf weitere Komponenten als nur Methan zurückzuführen ist. Obwohl ein sehr gemächliches Wettergeschehen in dieser Entfernung zur Sonne angenommen wurde, lieferte Voyager 2 Bilder von Stürmen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 2.100 km/h. Damit wüten auf Neptun die stärksten Stürme des Sonnensystems.
Neptun ist, nachdem Pluto nun zu den Zwergplaneten zählt, der äußerste Planet unseres Sonnensystems. Er benötigt etwa 165 Jahre für einen Umlauf um die Sonne, was bedeutet, dass Neptun im Jahr 2011 seine erste vollständige Umrundung seit seiner Entdeckung abgeschlossen hat.
Bisher sind um den Neptun 14 Monde und 7 Ringe bekannt. Der Mond Triton wurde bereits kurz nach Neptun selbst entdeckt. Erst 1949 wurde mit Nereid der 2. Neptun-Mond gefunden. 1989 wurden mit Voyager 2 sechs weitere Monde entdeckt und weitere fünf wurden 2003 durch Beobachtungen mit erdgestützten Teleskopen gefunden. Auch die Entdeckung der Ringe ist Voyager zu verdanken.
Der größte Mond des Neptuns wurde bereits 17 Tage später von William Lassell entdeckt und nach Triton, dem mythologischen Sohn des Neptuns, benannt. Der Name setzte sich nur langsam im allgemeinen Sprachgebrauch durch, da der Mond, ähnlich dem Erdmond, lange Zeit nur als „Mond des Neptuns“ bezeichnet wurde. Triton ist mit einem Durchmesser von 2.707 km fast so groß wie der Erd-Mond und besitzt eine der höchsten Reflexionsvermögen. Er erschien dadurch bis zum Vorbeiflug von Voyager 2 wesentlich größer. Seine Oberfläche ist sehr glatt und besteht zu 25 % aus Wassereis, gemischt mit Gestein. Er hat eine dünne Atmosphäre aus Stickstoff und Geysire, die ebenfalls Stickstoff ausstoßen. Auf seiner Oberfläche herrschen -235 °C, was nur knapp über dem absoluten Nullpunkt liegt. Triton kreist retrograd um Neptun, was dafürspricht, dass er von Neptun eingefangen wurde und nicht zusammen mit dem Planeten entstanden ist.