Eckdaten:

Durchmesser:

139.820 km

Mittlere Entfernung zur Sonne:

778.510.000 km

Die Masse von 1 kg wiegt auf dem Jupiter:

2.630 g

Ein Jupiter-Jahr dauert:

11 Jahre 314 Tage

Ein Jupiter-Tag dauert:

9 Stunden 55 Minuten

Oberflächentemperatur:

-108 °C

Geschwindigkeit auf der Umlaufbahn:

13,07 km/s

Bahnneigung gegen die Ekliptik:

1,304 °

Exzentrizität der Umlaufbahn:

0,0489

Gewicht:

318 Erdenmassen

Mittlere Dichte:

1.326 kg/m³

Fallbeschleunigung:

24,79 m/s²

Fluchtgeschwindigkeit:

59,5 km/s

Neigung der Rotationsachse:

3,13 °

Anzahl Monde:

92

Anzahl Ringe:

3

 

Der Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem. Sein Durchmesser ist 11-mal größer als jener, der Erde und er ist 318-mal so schwer wie unser Heimatplanet. Jupiter gehört zu den Gasplaneten. Diese Planeten sind in der Regel größer als Gesteinsplaneten und besitzen eine Atmosphäre, die wir so auf der Erde nicht kennen.

Der Planet Jupiter wurde nach dem höchsten römischen Gott benannt. Schon in der Antike wurde Jupiter von Astronomen wegen seiner auffälligen Helligkeit beobachtet. Bereits mit einem einfachen Fernrohr oder einem Feldstecher kann man die Bänder in seiner Atmosphäre ausmachen.
Ähnlich wie bei Gesteinsplaneten haben auch Gasplaneten einen geschichteten Aufbau. Im Inneren Jupiters wird ein Gesteinskern vermutet. Den Großteil der Masse des Planeten macht jedoch seine Atmosphäre aus. Diese besteht zu 75 % aus Wasserstoffgas und zu 25 % aus Helium. Auf dem Jupiter findet man keine feste Oberfläche sowie auf der Erde. Die Atmosphäre ist in großer Höhe, wie bei anderen Planeten auch, relativ dünn. Dort herrscht nur wenig Druck. Je tiefer man in die Atmosphäre eindringt, umso mehr steigen Druck und Temperatur. Unter diesen Bedingungen werden die Gase verflüssigt. Zum Kern hin entsteht unter dem hohen Druck sogar metallischer Wasserstoff. Dabei wird das Gas so komprimiert, dass Elektronen von einem Atom zum nächsten springen können.
In der oberen Atmosphäre herrschen Stürme mit atemberaubenden Geschwindigkeiten. 1665 beobachtete der Physiker Robert Hooke einen großen roten Fleck auf dem Jupiter, den er als Wirbelsturm erkannte. Dieser Sturm tobt dort bis heute. Er ist so groß, so dass die Erde in ihm 2-mal Platz hätte. Dieser Sturm ist als großer Roter Fleck bekannt.

Jupiter dreht sich in etwas mehr als 9 Stunden um seine eigene Achse. Damit ist er der Schnellste im Sonnensystem. Ohne eine feste Oberfläche drehen sich aber Teile der Atmosphäre des Planeten schneller als andere. Im Inneren sorgt das dafür, dass ähnlich wie bei Gesteinsplaneten ein Magnetfeld entsteht. Anders als jenes der Erde ist das Magnetfeld von Jupiter stärker als das aller anderen Planeten. Könnte man es von der Erde aus sehen, dann wäre es größer als der Mond.

Galileo Galilei entdeckte mit seinem Fernrohr 1610, dass Jupiter von vier Monden umkreist wird. Jupiter und seine Monde stellen ein eigenes kleines Sonnensystem dar. Im 17. Jahrhundert führte diese Entdeckung dazu, dass die Kirche eingestehen musste, dass sich nicht alle Himmelskörper um die Erde drehen.

Neben den Monden Io, Europa, Ganymed und Kallisto wurden bis heute insgesamt 92 Monde entdeckt. Viele davon sind nur zwischen 5 – 50 km breit. Ganymed hingegen ist mit 5.262 km größer als der Planet Merkur. Einige Monde umkreisen Jupiter in stark geneigten Bahnen. Einige Monde umkreisen ihn sogar retrograd, also im Uhrzeigersinn. Die meisten Himmelskörper um Jupiter und im Sonnensystem kreisen aber prograd, also gegen den Uhrzeigersinn. Jupiter hat durch seine große Anziehungskraft einige seiner Monde im Laufe der Zeit eingefangen. 1979 konnte die Raumsonde Voyager 1 bei ihrem Vorbeiflug an Jupiter auch drei dünne Ringe feststellen.

Die Monde des Jupiter sind nach mythologischen Figuren benannt. 1906 wurde der erste Asteroid entdeckt, der sich an einem der Lagrange-Punkte des Jupiter befindet. Asteroiden, die den Lagrange-Punkt 4 umkreisen, werden Trojaner genannt. Sie bewegen sich auf der gleichen Umlaufbahn wie Jupiter um die Sonne, eilen ihm aber um 60° voraus. Dicht auf den Fersen sind ihnen die Griechen – Asteroiden, die den Lagrange-Punkt 5 umkreisen, 60° hinter Jupiter. Bisher wurden 8.000 „troianische“ und 4.000 „griechische“ Asteroiden entdeckt.

Der Jupiter und seine Monde werfen in der Wissenschaft immer noch Fragen auf. Zwei seiner Monde sind besonders interessant:
Der Mond Io zeigt auf seiner Oberfläche starke tektonische Aktivität. Seine Oberfläche weist keine Einschlagkrater auf, weil diese sehr schnell wieder von Lava gefüllt werden. Während er um Jupiter kreist, zerren die Anziehungskräfte des Planeten und der anderen großen Monde an ihm. Dadurch wird sein Innerstes durchgeknetet und es ist genug Hitze für Vulkane vorhanden.

Der Mond Europa ist von einer dicken Eisdecke umgeben. Ähnlich wie Io wird auch er von Anziehungskräften durchgeknetet. Da aber keine Vulkane und keine Einschlagkrater zu sehen sind, geht man davon aus, dass das Eis auf Europa immer wieder erneuert wird. Das könnte auf einen Ozean unter der Eisdecke hindeuten. Neben Enceladus – einem ähnlichen Mond des Saturn – gilt Europa als beste Chance im Sonnensystem um Leben zu entdecken, das unabhängig von der Erde entstanden ist.